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3. Oktober6.-21. Oktober
Herbstferien
Wirwünschen Ihnen erholsame und sonnige Tage.

 

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Quintalsbrief August 2018


Kurzbericht Fachstelle für Schulbeurteilung

 

 

 

   

Logopädie

Herzlich willkommen in der Logopädie

 

 Überblick über die Therapiebereiche der Logopädie

  • Aussprache
  • Sprachverstehen
  • Wortschatz
  • Satzbau & Grammatik
  • Hören / Phonologische Bewusstheit
  • Schreiben & Lesen
  • Flüssigkeit des Sprechens
  • Stimmklang
  • Mundmotorik - Kauen – Schlucken                                             

Erklärung der einzelnen Thearpiebereiche am Ende dieser Seite!

 

Wann und wie bekommt ein Kind Logopädie?

  1. Durchführungen von Reihenuntersuchungen in allen Kindergärten bezüglich Sprachentwicklung des einzelnen Kindes(November & Dezember)
  2. Enge Zusammenarbeit und Austausch mit den Klassenlehrpersonen
  3. Bei Verdacht auf Sprachstörungen Abklärung durch die Logopäd/innen (Einverständnis der Eltern vorausgesetzt)
  4. Gespräch mit den Eltern über das Resultat der Abklärung und Besprechung der Therapiemöglichkeiten
  5. Beginn der Therapie falls keine Warteliste besteht (normalerweise 1 Lektion pro Woche)
  6. Mindestens einmal jährlichein Gespräch;mit den Eltern über die Sprachentwicklung des Kindes und Weiterführung der Therapie

Grundsatz: die Einstellung der Eltern zur Logopädie beeinflusst den Therapierfolg in sehr hohem Masse!


Erklärung der einzelnen Therapiebereiche:

Aussprache

  • Wie deutlich spricht ein Kind?
  • Bildet es Laute falsch?
  • Stellt es Laute im Wort um, lässt es Endungen weg?

Beispiele:

  • Der Laut /sch/ wird ausgelassen. Aus „Schule“ wird dann „ule“.
  • Die Laute /k/ und /g/ werden durch /t/ und /d/ ersetzt. Aus „Kanne“ wird dann „Tanne“, oder aus „Nagel“ wird „Nadel“.
  • Die Zunge rutscht beim /s/ und /z/ zwischen die Frontzähne. Umgangssprachlich „Lispeln“ genannt.

Sprachverstehen

  • Kann ein Kind alles verstehen, was ihm gesagt wird? Damit ist nicht das Hören gemeint, sondern das Verstehen der Wort- oder Satzbedeutung.

Beispiele:

  • Die Mutter sagt: „Leg eine Gurke in den Einkaufswagen!“ Das Kind legt eine Tomate in den Einkaufswagen.
  • Der Vater sagt: „Halbiere den Apfel und leg eine Hälfte auf den Teller, die andere Hälfte legst du in den Kühlschrank!“ Das Kind legt den ganzen Apfel in den Kühlschrank.

Wortschatz

  • Kann ein Kind ausreichend viele Gegenstände und Handlungen benennen?
  • Benutzt es Adjektive (dick, schlau, schön, gross,…) und Präpositionen (unter, zwischen, auf, neben,…)?
  • Kann es viel erzählen?
  • Wie flexibel und detailgenau ist der -WortSCHATZ-?

Beispiel:

  • Ein Kind erzählt vom Wochenende: „Ich war mit meinem Onkel und mit meiner Tante im Zoo. Ich habe Affen, Giraffen und Nashörner gesehen. Die Giraffen sind sehr gross. Sie haben einen langen Hals. Wenn sie trinken, dann müssen sie sich weit nach unten beugen, damit sie an das Wasser kommen. Die Affen können super schnell klettern. Sie springen vom Baum zu Baum. Das war mega lustig. Die Nashörner sind ganz dick. Die haben bestimmt super Kraft.“
  • Ein anderes Kind erzählt vom Wochenende: „Ich war im Zoo und habe Tiere gesehen.“

Satzbau & Grammatik

  • Wie kann ein Kind Sätze bilden?
  • Wie lang sind die Sätze?
  • Werden Satzglieder vertauscht?
  • Werden die Wörter im Satz untereinander gebeugt und aufeinander abgestimmt?

Beispiel:

  • Ein anderes Kind sagt: „Geseht Affe, Nashorn, Giraffe. Affen klettern tun.“ 

Hören / Phonologische Bewusstheit

  • Wie gute kann ein Kind die einzelnen Laute in einem Wort herausfiltern?
  • Dabei geht es nicht um das Benennen der Buchstaben (Buchstabieren), sondern nur um das Benennen der hörbaren Laute (Lautieren).

Beispiel:

  • Kann es das Wort Schule in die einzelnen hörbaren Laute sch - u - l - e zergliedern?

 Schreiben & Lesen

  • Aussprache, Sprachverstehen, Wortschatz, Satzbau & Grammatik, Hören & Phonologische Bewusstheit sind Grundbausteine für das Erlernen der Schriftsprache, also das Schreiben und Lesen.
  • Wie hoch ist die Anzahl der Schreibfehler?
  • Was für Schreibfehler sind es?
  • Kann ein Kind flüssig lesen?
  • Lässt ein Kind beim Lesen Buchstaben aus?
  • Versteht ein Kind den Sinn des gelesenen Wortes, des Satzes oder des Textes?

Flüssigkeit des Sprechens

  • Wie schnell oder langsam spricht ein Kind?
  • Wiederholt ein Kind beim Sprechen Wortteile, spannt es beim Sprechen die Gesichtsmuskeln an, verkrampft es beim Sprechbeginn?
  • Spricht ein Kind so schnell, das Silben und Wörter miteinander verschmolzen werden, sodass ein Zuhörer den Sinn des Gesagten nicht mehr versteht?

Stimmklang

  • Stimmstörungen bei Kindern zeigen sich meistens in einer sehr kratzigen Stimme. Oft sind Kinder betroffen, die sehr laut sind und viel schreien.

Mundmotorik - Kauen – Schlucken

  • Wie gut kann ein Kind kauen und schlucken?
  • Dabei geht hauptsächlich um die Beurteilung der Muskelkraft und der Zungenlage.
  • Kann ein Kind kräftig kauen und schlucken oder läuft Speichel aus dem Mund?
  • Liegt die Zunge während des Schluckens hinter den Zähnen oder ist die Zunge beim Schlucken sichtbar oder drückt sie mit grosser Kraft gegen die Zähne?

Verfasser: Daniel Tobias Gerberding, Logopäde Schulhäuser Waldegg und Horgenberg